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ANB Marathon Rotterdam (13.04.2014)

(Ein Bericht von Thomas Müller)

Getreu dem Motto, keinen Marathon zweimal zu laufen (Ausnahmen: Berlin und Hamburg), fiel meine Wahl diesmal auf Rotterdam. Ein kurze Anreise per Flieger und Bahn und nach drei Stunden stieg ich in Rotterdam-Centraal aus dem Zug.

Am Bahnhof verschlägt es einem gleich den Atem, das Bahnhofsgebäude selbst ist ein modernes architektonisches Meisterstück umringt von modernen Wolkenkratzern. Mein Hotel, in der Nähe der Maaß schwamm auf dem Wasser im alten Hafenbereich nahe der Erasmusbrücke. Eingecheckt und angekommen führte der erste Weg auf die Marathonmesse und zur gut organisierten Startnummernausgabe. Danach ein erster Stadtbummel durch die Innenstadt – die so ganz anders ist als viele Städte. Nach dem im Mai 1940 die Innenstadt durch deutsche Bomben dem Erdboden gleichgemacht wurde, bauten die Rotterdamer ihre Stadt nach dem Krieg völlig neu von Grund aus auf. Das macht die Stadt heute aus – großzüge Straßenzüge und sehr viel moderne, witzige und abenteuerliche Architektur, sehr viel Grün und als Hafenstadt sehr viel Wasser und Schiffe. Alt und Neu zu verbinden ist hier gut gelungen. Das Kneipenviertel und Chinatown liegen direkt neben Innenstadt und sind einen Besuch wert.
Es kam wie es kommen musste, ich war am Freitag viel zu lange und viel zu viele Kilometer in der Stadt unterwegs. Das wiederholte sich leider am Samstag mit rund 10 km Fußmarsch - was eindeutig zu viel war.

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück ein wenig „Magengrummeln“. War es am Samstag doch zu viel? 14 Tage vor dem Start hatte mich eine böse Erkältung eine Woche aus dem Training genommen. Ein wenig Unsicherheit blieb. Deshalb fuhr ich mit der Metro zum Startplatz. Bloß keine Körner mehr abgeben. In der Nähe des Starts war ein riesiges Zeltdorf aufgebaut. Dort konnte man sich umziehen und hinterher duschen. Eine Kleiderabgabe gibt es nicht, man lässt seine Sachen in der bewachten Zeltstadt einfach liegen. Zugang nur mit Startnummer. Na ja, ich habe aber vorher all meine Wertsachen im Schließfach im Bahnhof untergebracht.
Der Weg in den Startblock war gut ausgeschildert und im zweiten Block gegen 10:35 Uhr ging es auf die Reise. Zunächst durch die Innenstadt und dann über die Maaß über die wunderschöne Erasmusbrücke, vorbei an den Wolkenkratzern in den Süden der Stadt. Hier auf dieser Seite blieben wir bis zum Halbmarathon. Die Strecke war unspektakulär, das Wetter war prima. Dann ging es wieder über die Erasmusbrücke zurück in die Innenstadt und hier waren natürlich viele Zuschauer und Musikgruppen zu finden.
Tja, was dann kam, habe ich auch noch nie gesehen. Bei Kilometer 32 kamen uns auf einem Teilstück von 3 km die vor uns laufenden Marathonis auf der anderen Straßenseite gegenüber entgegen. Dort „bei denen“ konnte ich klar das Schild mit der 40 erkennen. Das war nicht gerade ein Motivationsschub, ich hasse Pendelstrecken. Dennoch konnte ich meinen angepeilten Schnitt bis zum 38 km halten. Bei den folgenden zwei Kilometern „zog einer an mir“ und ich musste Tempo rausnehmen. Ich glaube die Nachwehen meiner Erkältung und das Sight-seeing in der Stadt forderte Tribut. Die letzen 2195 Meter waren wirklich nicht nett. Es war meine zweite Begegnung mit dem berühmten Mann mit dem Hammer als Läufer. Auf der Zielgerade waren die Schilder 1000, 900, 800… angebracht. Ich habe diese Schilder dort ge-liebt. Die Uhr blieb bei 04:16 h stehen. 4 Minuten über dem angepeiltem Ziel – das fand ich vollkommen in Ordnung. Verpflegung, Umziehen und Duschen war super organisiert.
Noch am selben Tag ging es zurück nach Bremen. Alles in allem eine Stadt, die einen Besuch verdient hat und die das ganze Wochenende dem Marathon gewidmet hat und sich sichtbar (Flaggen, Werbung, Hinweisschilder) darauf vorbereitet hat. Man fühlte sich als Gast und Läufer sehr gut aufgenommen und wurde auch ständig angesprochen, ob man auch den Marathon laufen würde.

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Vereinsheim und Sportplatz
Weg zum Krähenberg 1 - 28201 Bremen